Neue LMS Umgebung für Schulen?

Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz wollen ihren Schulen künftig eine gemeinsame digitale Arbeitsumgebung anbieten, die ohne Produkte der großen US-Anbieter wie Microsoft oder Google auskommt. Die Länder haben dazu einen Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren geschlossen. Bekanntgegeben wurde das Vorhaben Anfang November 2026 im Umfeld des Digital-Gipfels der Bundesregierung in Berlin.

Die Software stammt vom deutschen Open-Source-Anbieter Nextcloud, betrieben wird die Plattform in Rechenzentren des deutschen Hosting-Unternehmens Ionos. Vorgesehen sind die typischen Werkzeuge für den Schulalltag: Dateiablage und -austausch, Chat, Videokonferenzen, E-Mail, Kalender sowie Office-Anwendungen.

Im Mittelpunkt steht das Ziel der digitalen Souveränität. Die Daten von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften sollen DSGVO-konform in Deutschland verarbeitet werden und vor dem Zugriff ausländischer Behörden geschützt sein. Zugleich sollen Schulen nicht dauerhaft an einzelne kommerzielle Anbieter gebunden werden.

Die Beschaffung erfolgt über govdigital eG, einen Zusammenschluss öffentlicher IT-Dienstleister. Dadurch können die beteiligten Länder die Lösung beziehen, ohne jeweils eigene Ausschreibungen durchführen zu müssen.

Wann und in welcher Form die Plattform an den Schulen in NRW verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Wir verfolgen die weitere Entwicklung und informieren, sobald es konkrete Informationen gibt.

Quelle: dpa / heise online, 03.11.2026